Einfrieren von Eizellen

Bei Onkologiepatientinnen können noch vor der Chemotherapie, die in den meisten Fällen irreversible Schädigung und Vernichtung der Geschlechtszellen verursacht, mit der Vitrifizierungsmethode Eizellen zu deren eventuellen künftigen Verwendung in der assistierten Reproduktion gewonnen und eingefroren werden. Das Einfrieren von Oozyten wird manchmal aus organisatorischen Gründen auch im Eizellenspendeprogramm in Anspruch genommen. Vor der Eizellengewinnung wird bei den Frauen immer Blutuntersuchung auf Hepatitis B und C, HIV und Lues angefordert. Die eingefrorenen Eizellen werden hinterlegt und für die künftige Verwendung in Containern mit flüssigem Stickstoff aufbewahrt.

Einfrieren von Spermien

Das Einfrieren von Spermien wird in der assistierten Reproduktion bei Männern vor einer Onkologiebehandlung verwendet, aber auch vor Vasektomie oder in solchen Fällen, wo der Mann an dem Tag der Entnahme von Eizellen bei der Ehefrau/Partnerin nicht erscheinen kann. Die Spermien werden bis zu deren Verwendung in Containern mit flüssigem Stickstoff gelagert. Bei den Männern muss vor der Spermienentnahme eine Untersuchung auf Hepatitis B und C und HIV durchgeführt werden.

Einfrieren von Embryonen

 

Im IVF Programm wird meistens nach Hormonstimulierung der Eierstöcke eine größere Anzahl von Eizellen und davon dann auch eine höhere Anzahl von Embryonen gewonnen, als in der Regel nach deren Befruchtung in die Gebärmutter eingeführt werden (ein oder zwei Embryonen). Die überzähligen Embryonen mit guten Entwicklungszeichen können eingefroren werden. Wenn keine Schwangerschaft eintritt, kann in einem der nachfolgenden Zyklen der Kryoembryotransfer vorgenommen werden.  Zum Einfrieren von befruchteten Eizellen (s.g. „Primärkerne“) wird die Methode der langsamen Einfrierung   („slow freezing“) verwendet, zur Kryokonservierung von Embryonen im Stadium der Blastozyste derzeit dann die Vitrifizierungsmethode. Der Erfolg der KET ist im Vergleich zum Embryonentransfer unverzüglich nach der Befruchtung der Eizelle etwas geringer.

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